Schallpegel

Um es gleich vorweg zu nehmen: unser Hörvermögen ist äußerst begrenzt. Zu leise Töne können wir nicht hören (unterhalb der menschlichen Hörschwelle), zu laute Töne hören wir vielleicht nur ein Mal - denn dann könnte uns ein irreversibler Hörschaden ganz und gar am Hören hindern. Töne mit zu niedrigen Frequenzen (weniger als etwa 10 Hz) sind unter Umständen nur als fühlbare Schwingungen wahrzunehmen und Töne im hochfrequenten Bereich (16 bis 20 kHz) gehen uns mit zunehmenden Alter immer mehr verloren.

Der Schallpegel, oder genauer gesagt der Schalldruckpegel ist eine logarithmische Größe zur Bestimmung der Lautstärke eines Tones bzw. Geräusches. Durch das Logarithmieren des Schalldruckes, bezogen auf einen Bezugsschalldruck, kann das Schreiben vieler Nullen gespart werden. Würde man mit Schalldrücken arbeiten, ergäbe sich ein Bereich von 0,0001 bis 100 Pa; die sich ergebenden Schalldruckpegel erstrecken sich lediglich von 10 bis 130 dB (dezibel).

Bei gemessenen Schalldruckpegeln steht hinter dem Wert meist dB(AF). Das 'A' weist auf eine Frequenzbewertung hin - diese ist der Hörempfindlichkeit des menschlichen Ohres angepaßt (tiefe Töne werden weniger laut empfunden); das 'F' verweist auf eine Zeitkonstante, die ein Maß für die sogenannte Ohrträgheit ist.


Hier einige Schalldruckpegel zur Kennzeichnung von Geräuschsituationen:

Grundgeräusch in Wohnungen 20 bis 25 dB(AF)
Bürogeräusche 45 bis 50 dB(AF)
Unterhaltungssprache 60 bis 65 dB(AF)
Verkehrsgeräusche (an Hauptstraßen) 70 bis 75 dB(AF)
Mittelungspegel in Diskotheken 95 bis 100 dB(AF)
Düsentriebwerk (in ca. 25 m Abstand) 135 bis 140 dB(AF)